Bildungspartnerschaft: endlich mit Brief und Siegel

Die wilde Ehe zwischen Hainbuch und dem Friedrich-Schiller-Gymnasium in Marbach ist passé.

Pressemitteilung

 

Zwar arbeiten der Spannmittelhersteller Hainbuch und das FSG [Friedrich Schiller Gymnasium] in Marbach schon über viele Jahre zusammen, doch ein offizielles Schriftstück fehlte. Nun haben beide die Zusammenarbeit mit dem IHK-Bildungspartnerschafts-Vertrag besiegelt. Christof Martin, Schulleiter des FSG und Gerhard Rall, geschäftsführender Gesellschafter von Hainbuch, unterzeichneten diesen im feierlichen Rahmen. Damit geht Hainbuch eine weitere Bildungspartnerschaft, neben drei Bestehenden, ein.

Für Hainbuch und das FSG ist es ein zentrales Anliegen, die Zusammenarbeit weiter zu intensivieren und die Strukturen zu festigen, um die Schülerinnen und Schüler optimal auf das Berufsleben vorzubereiten. Grundlage der gemeinsamen Aktivitäten ist die »Vereinbarung über den Ausbau von Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen in Baden-Württemberg«, die 2008 von der Landesregierung und den Vertretern der Wirtschaft geschlossen wurde. Die Bildungspartnerschaft soll vor allem junge Menschen beim Übergang in den Beruf und das Studium unterstützen. Integriert in den schulischen Lehrplan soll sie den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die Arbeitswelt gewähren, die Distanz zu Wirtschaft und Technik minimieren und ihnen frühzeitig die späteren Perspektiven aufzeigen. So kann das FSG die Arbeit auf die Anforderungen im Berufsleben noch stärker als bisher ausrichten und Hainbuch kann Wissen über wirtschaftliche Zusammenhänge in einem international aufgestellten Familienunternehmen sowie zu Abläufen im Produktionsbetrieb vermitteln.

Konkret heißt das für die Schülerinnen und Schüler des FSG: Bewerbertrainings, Betriebsbesichtigungen, Unterstützung bei der Berufsorientierung, Berufsinfomessen über Ausbildungsplätze, Studiengänge und einzelne Berufsbilder im Vertrieb, in der Konstruktion und in der Produktion. Außerdem werden vielfältige Praktikumsplätze angeboten, bei denen die Praktikanten einen Überblick über die verschiedenen Arbeitsbereiche im Haus Hainbuch bekommen. Zusätzlich zum schulischen Lehrplan haben Schülerinnen und Schüler sogar die Möglichkeit in der Lehrwerkstatt mitzuarbeiten und damit in die Arbeitswelt des Industriemechanikers zu schnuppern.

Hainbuch erhofft sich durch die Partnerschaft natürlich weitere positive Effekte. Für Sylvia Rall, kaufmännische Geschäftsführerin bei Hainbuch, geht es um den Nachwuchs bei Hainbuch und im Maschinenbau. »Es fehlen Ingenieure und im Gegensatz zu anderen Ländern liegt Deutschland im Ranking, bezogen auf die Anzahl der Ingenieurs-Absolventen, weit hinten. Da Lehrer zum Teil die Berufswahl mitprägen und Empfehlungen aussprechen, würde ich mir wünschen, dass sie mehr auf die Möglichkeiten im Maschinenbau hinweisen«, betont Rall. Gerhard Rall spricht noch einen weiteren Gesichtspunkt an: »Bei so einer Partnerschaft wird in erster Linie an die Kinder gedacht, welche Möglichkeiten es gibt und was hinter einem Beruf steckt. Doch für mich sind es die Eltern und Lehrer die man über die verschiedenen Berufe und die fortschreitende Technik informieren muss. Früher ging es ganz plump gesagt nur um Stahl und Eisen, doch heute spielen Elektronik und Informatik eine ganz wichtige Rolle im Maschinenbau, darüber hinaus filigranes und präzises Arbeiten.« Technische Produkte wandeln sich ständig und damit auch die Anforderungen an die Auszubildenden, ebenso wie die Perspektiven, die die jeweiligen Berufe bieten. Hainbuch zeigt anhand der Berufsbilder Industriemechaniker, bekannt auch als Profis der Metallverarbeitung und Kenner der Werkzeugmaschinen sowie Bachelor of Engineering, welche Zukunftschancen und Aufstiegsmöglichkeiten es gibt. Die Aussichten in technischen Berufen sind sehr vielfältig.